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1. Tag: 21.07.07 Samstag (Dänemark - Stocken/Orust)

Wetter: ca. 16 Grad (bedeckt)

Wir - Katarina, Jens und Jonathan (14 Monate alt) - starteten um 10:00 Uhr in Oster Hurup an der dänischen Ostküste, wo wir bereits eine Woche Urlaub verbracht hatten. Nach ca. 90 km Fahrt entlang der Küste erreichten wir Fredrikshavn. Bereits um 11:30 Uhr waren wir am Fährhafen. Wir fuhren zunächst in die Innenstadt und aßen in einer Pizzeria.

Um 15:00 Uhr (mit 30 Minuten Verspätung) fuhr dann unsere Fähre in Richtung Göteborg ab. Die Fahrzeit vertrieben wir uns u. a. am Spielautomat - dummerweise hatten wir bei der Ankunft um 18:00 Uhr durch einige Gewinne noch 100 einzelne 1-Kronen-Münzen in der Tasche... Um 20:00 Uhr erreichten wir nach Umfahren eines Staus unser Ziel: das Vandrarhem (Jugendherberge) "Tofta Gård" in Stocken, ganz im Westen der Insel Orust. Orust ist die drittgrößte Insel Schwedens und liegt an der Westküste Schwedens in der Provinz Bohuslän. Sie ist über eine Brücke von Stenungsund aus zu erreichen. Vor allem der Westen der Insel hat uns durch die tolle Felsenküste, zerklüftete Buchten und kleine, malerisch gelegene Fischerörtchen beeindruckt. Das Vandrarhem "Tofta Gård" ist ein schöner alter Hof mit einigen Nebengebäuden im typischen Schweden-Rot und liegt recht idyllisch abseits des Ortes Stocken. In den Sommermonaten gibt es dort auch ein Restaurant.

Das Vandrarhem Tofta Gård in Stocken
Das Vandrarhem "Tofta Gård" in Stocken

Wir hatten eine Hütte auf dem schönen und weitläufigen Gelände gebucht. Diese erinnerte uns zuerst an eine bessere Hundehütte (weil nur ca. 8 qm klein). Andererseits hatten wir es dort aber sehr gemütlich und von der Terrasse aus einen tollen Fjordblick.

Unsere Hütte
Unsere Hütte

Nach dem Auspacken unserer Sachen gingen wir sehr früh schlafen.

2. Tag: 22.07.07 Sonntag (Gullholmen)

Wetter: ca. 20 Grad (Sonne / Wolken)

Weil wir noch nicht zum Einkaufen gekommen waren, buchten wir an diesem Morgen das Frühstück im Restaurant. Für insgesamt 124 SEK (2 x 60 SEK + 4 SEK für Jonathan) war das Frühstück ganz okay, aber nichts Besonderes. Für die nächsten Tage planten wir, selber Frühstück zu machen.

Nach dem Essen fuhren wir zum ca. 4 km entfernten Fähranleger, von dem aus die Fähre nach Gullholmen auf der Insel Hermanö fährt. Diese ist komplett autofrei und zum größtem Teil Naturreservat.

Die Insel Gullholmen
Am Hafen von Gullholmen

Die Fährüberfahrt dauert nur ca. 5 Minuten. Nach der Ankunft gingen wir direkt zur Badestelle des Ortes - dem "Gullholmsbadet". Hier konnte Jonathan dann im recht kalten Wasser etwas planschen und wir die spärlichen Sonnenstrahlen genießen.

Badestelle Gullholmsbadet
Badestelle "Gullholmsbadet"

Am frühen Nachmittag brachen wir zu einer Ortserkundung auf. Ein kleiner Wanderpfad führt auf die Felsen hinauf und ermöglicht tolle Blicke auf das Meer und bis nach Lysekil. Der sehr alte Fischerort (ältester in Schweden) mit den engen Gassen, den liebevoll gepflegten Fischerhäusern und winzigen Felsengärtchen hat uns ebenfalls super-gut gefallen.

Um 15:15 Uhr nahmen wir die Fähre zurück. Nach dem Einkaufen in Ellös (ca. 5 km von Stocken entfernt, nächste Einkaufsmöglichkeit) erreichten wir gegen 16:30 Uhr wieder das Vandrarhem. Wir verbrachten non einige Zeit draußen und bereiteten dann das Abendessen zu. Uns stand dafür die Küche im urgemütlichen Kellergewölbe des Nachbargebäudes zur Verfügung. Nach dem Abendessen ging Jens noch in das Haupthaus - hier steht für jeweils 15 Min. (freiwillige Höchstbeschränkung) ein kostenloser Internetzugang zur Verfügung.

3. Tag: 23.07.07 Montag (Lysekil)

Wetter: ca. 14 Grad (erst Regen, später bedeckt)

Wegen des schlechten Wetters hatten wir heute eine "Indoor-Aktion" geplant: den Besuch des "Havets Hus", eines Meeres-Aquariums, in Lysekil. Nach dem Frühstück fuhren wir los.

Obwohl Stocken und Lysekil nur ca. 15 km Luftlinie voneinander entfernt sind, brauchten wir mit dem Auto ca. 1,5 Stunden. Es müssen dafür insgesamt 3 Auto-Fähren genommen werden, die die Inseln Orust, Malö, Flatön und die Halbinseln Bokenäs und Stangenäs, wo Lysekil liegt, miteinander verbinden. Die Fahrtdauer der kostenlosen Fähren beträgt jeweils nur 5 - 15 Minuten, die Wartezeiten, besonders über den Gullmarnfjord, können aber beträchtlich sein.

Fährfahrt
"Fährfahrt"

Gegen 11:00 Uhr erreichten wir das "Havets Hus" im Strandvägen in Lysekil. Offensichtlich hatten auch noch andere Personen dieselbe Idee - an der Kasse hatte sich bereits eine kleine Schlange gebildet. Das "Havets Hus" selber ist klein, aber schön und interessant gestaltet. Besonders für Jonathan waren die vielen großen Fische toll. Es sind alle Fischarten, die im Gullmarnfjord vorkommen, zu sehen; u. a. kann man durch einen Glastunnel unter einem Aquarium hindurch gehen. Mit 90 SEK / Person ist der Eintritt aber nicht gerade billig.

Nach der Besichtigung aßen wir im sehr vollen Restaurant des Aquariums noch zu Mittag. Auch Kaffee und Kuchen, diesmal draußen auf der Terrasse mit tollem Meerblick, gönnten wir uns noch (2 Stück Kuchen und 2 Tassen Kaffee für zusammen 114 SEK...).

Jonathan auf der Terrasse des Havets Hus
Jonathan auf der Terrasse des "Havets Hus"

Weil es jetzt endlich aufgehört hatte zu regnen, konnten wir auch noch den Ort näher erkunden. Jens war zuletzt 1997 da. Zunächst "bestiegen" wir den örtlichen Aussichtsfelsen mit tollem Blick nach Fiskebäcksil. Danach gingen wir zum "Gullmarsvallen" und zum Meeresbad "Pinneviksbadet" (toll, aber leider zu kalt zum baden). Die von Katarina noch gewünschte Altstadtbesichtigung fiel dann leider meiner Fahrt zum Fußballspiel Ljungskile SK - IFK Norrköping am Abend zum Opfer.

4. Tag: 24.07.07 Dienstag (Stocken - Mollösund)

Wetter: ca. 18 Grad (Sonne / Wolken)

Nach dem Frühstück erkundete Jens, während Katarina schlief, mit Jonathan ca. 3 Stunden lang die Umgebung von Stocken (Hafen, Badeplatz, Cafe, Campingplatz,...).

Stocken - Blick auf den Badeplatz
Stocken - Blick auf den Badeplatz

Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg nach Mollösund, einem kleinen Fischerort im Süd-Westen von Orust. Jens hatte hier bereits 1999 eine Woche im "Cafe Emma" verbracht. Nach einem kurzen Hafenspaziergang mit Krabbenbrötchen-Verzehr schauten wir uns die örtliche Badestelle an, wo Jonathan noch ein wenig plantschte. Anschließend packten wir ihn in den Tragerucksack und kletterten hinauf zum Aussichtspunkt auf einem Felsen über Mollösund - von dort hatten wir eine tolle Rundsicht über Ort, Schären und das Meer.

Mollösund - Hafen mit Cafe Emma
Mollösund - Hafen mit "Cafe Emma"

Nach einem Eis im "Cafe Emma" und einem kurzen Einkauf im Supermarkt fuhren wir wieder nach Stocken zurück. Katarina kochte noch etwas Leckeres und wir gingen früh zu Bett.

5. Tag: 25.07.07 Mittwoch (Grundsund - Stocken)

Wetter: ca. 21 Grad (Sonne)

Heute war eindeutig das bisher beste Wetter unseres Schweden-Aufenthalts.

Wir machten uns früh auf dem Weg nach Grundsund, einem wunderschönen und ursprünglichen Küstenort. Auch dieser Ort auf der Insel Skaftölandet war nur mit insgesamt 2 Fähren zu erreichen.

Grundsund
Grundsund

In Grundsund angekommen, entschlossen wir uns spontan zur Badestelle des Ortes zu gehen. Diese ist sehr schön gelegen - man kann sich auf den Felsen sonnen, die großzügige Liegewiese nutzen oder auf den Stegen sitzen. Sowohl Jonathan als auch Katarina genossen es, dort zu planschen bzw. zu schwimmen. Jens war das Wasser zu kalt...

Jonathan am Badestrand
Jonathan am Badestrand

Gegen frühen Nachmittag fuhren wir zurück und machten einen Zwischenstopp in Fiskebäckskil. Leider gelang es uns in dem verwinkelten Örtchen nicht, einen direkten Zugang zum Wasser und zu einem Restaurant oder Cafe zu finden.

Um 15:00 Uhr waren wir zurück in Stocken und fuhren direkt zum Bryggcafe Stocken, das wunderschön auf einem Steg direkt am Wasser liegt. Leider mussten wir feststellen, dass es immer nur von Do. bis So. geöffnet ist und daher fuhren wir mit leerem Magen zurück in das Vandrarhem. Nachdem wir dort etwas gegessen hatten, erkundeten Katarina und Jonathan den ca. 1 km langen Weg über Feld, Sumpf und Felsen zur "Toftas Brygga" (ein Badesteg an den steilen Felsen des Fjords, auf den wir von unserer Hütte aus blicken konnten). Jens legte sich währenddessen auf den Rasen vor der Hütte und sonnte sich.

Auf dem Weg zu Toftas Brygga
Auf dem Weg zu "Toftas Brygga"

Den sehr schönen Tag, für morgen war leider schon wieder Regen angesagt, ließen wir nach dem Abendessen auf der Terrasse vor unserer Hütte ausklingen.

6. Tag: 26.07.07 Donnerstag (Husselby - Stocken)

Wetter: ca. 15 Grad (Regen, später bedeckt)

Heute morgen regnete es leicht. Trotzdem hatten wir uns für heute Vormittag eine Wanderung auf dem "Husselbyleden" vorgenommen, dessen Ausgangspunkt ca. 10 km von Stocken entfernt liegt. Der 4 km lange Pfad führt mal flach, mal steiler durch Wald zwischen Felsen und großen Steinen entlang und beinhaltet neben einigen Aussichtspunkten auch allerhand wissenswerte an Tafeln über historische Plätze.

Trotz jetzt strömenden Regens, viel Matsch und Rutschgefahr gefiel uns die Landschaft und die Ursprünglichkeit sehr gut. Der kleine Jonathan konnte in seinem Tragerucksack samt Regenhülle auch gut schlafen.

Wanderung auf dem Husselbyleden
Wanderung auf dem "Husselbyleden" im Regen

Gegen Mittag waren zurück wir im Vandrarhem, zogen uns um und trockneten unsere Sachen. Nach dem Mittagessen nutzen wir eine (kurze) Trockenperiode, um erneut zum Bryggcafe Stocken zu gehen, das nun geöffnet hatte. Bei strömendem Regen saßen wir draußen (überdacht) und genossen bei Kaffee und Kuchen das außerordentliche Ambiente (etwas schäbig, aber mit viel Charme). Die Bedienung des Cafe's kommt übrigens aus Deuschland, was bei der Übersetzung der verschiedenen (und nicht gerade billigen) Kuchen sehr hilfreich war. Dem Cafe schließt sich eine Gallerie mit Landschafts-Bildern des Inhabers an.

Blick vom Bryggcafe in Stocken
Blick vom "Bryggcafe" in Stocken

Halb laufend und noch einigermaßen trocken kehrten wir dann gegen späten Nachmittag in das Vandrarhem zurück. Jonathan war jetzt sehr quenglig (er konnte zu wenig krabbeln bei der Nässe) und daher gingen wir nach dem Abendessen früh schlafen.

7. Tag: 27.07.07 Freitag (Stocken - Göksåker)

Wetter: ca. 18 Grad (Sonne, Wolken, Regen)

Heute vormittag machten wir zusammen die kurze Wanderung zu "Toftas Brygga", die Katarina und Jonathan schon am Mittwoch-Nachmittag machten. Es boten sich tolle Ausblicke auf Felsen und Meer, die uns in seiner Ursprünglichkeit sehr beeindruckten.

Gegen Mittag fuhren wir über Henån nach Göksåker, das mit einen großen Einkaufszentrum "im Herzen vomOrust, das sein Angebot ständig erweitert", wirbt. Das Einkaufszentrum entpuppte sich dann aber wahrlich als "Ramschladen" mit Billigware. Absolut nicht zu empfehlen und "keine Reise wert"! Immerhin konnte man im Restaurant relativ akzeptabel und billig essen.

Am Nachmittag verbrachten wir wieder einige Zeit im Bryggcafe Stocken, diesmal ohne Regen (dafür sehr windig). Hier gefiel es uns wirklich außerordentlich gut.

Jonathan beim spielen
Jonathan beim Spielen im "Bryggcafe"

Gegen Abend packten wir die ersten Sachen für die morgige Abreise. Zu Abend aßen wir dieses Mal im Restaurant - das Essen war gut, wenn auch nicht überragend. Das ganze Ambiente ist im "Tofta Gård" ist sehr schön. Nachdem Jonathan später schlief, tranken Katarina und ich (mit Babyphone bewaffnet) noch etwas im Restaurant.

8. Tag: 28.07.07 Samstag (Stocken - Dänemark)

Wetter: ca. 18 Grad (Sonne, Wolken, Regen)

Der Tag der Abreise.

Gegen 11:00 Uhr verließen wir Stocken und fuhren über die E6 nach Helsingborg und mit der Fähre nach Helsingör. Hier übernachteten wir und fuhren am Folgetag zurück nach Hannover.